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Dr. Motte

Motte (bürgerlich Matthias Roeingh; * 9. Juli 1960 in West-Berlin) ist ein deutscher Techno-DJ und Musiker sowie Labelbetreiber. Bekannt wurde er als Mitbegründer und Organisator der Musik- und Tanzveranstaltung Loveparade in Berlin. Er war bis 2006 Miteigentümer der Loveparade Berlin GmbH, die den in mehreren Ländern geschützten Markennamen Loveparade vermarktete.

StadtBerlin
ArtistsDJ
Buchbar-
GenreEDM, Hard Techno, House, Tech House, Techno, Trance
KlarnameMotte, Dr.
Webwww.drmotte.de/blog
Wikipediade.wikipedia.org/wiki/Dr._Motte
Instagramwww.instagram.com/dr-motte
SoundCloudsoundcloud.com/dr-motte
Mixcloudwww.mixcloud.com/doctormotte
YouTubewww.youtube.com/user/doctormotte
Bandcampbandcamp.com/drmotte
LandDE

Acta Deck Noir 1200

SoundCloud

ACTA NOIR

Biografie

KlarnameMotte, Dr.
Jahrgang1960

DJ Wiki zu Dr. Motte

Wikipedia

Motte (bürgerlich Matthias Roeingh; * 9. Juli 1960 in West-Berlin) ist ein deutscher Techno-DJ und Musiker sowie Labelbetreiber. Bekannt wurde er als Mitbegründer und Organisator der Musik- und Tanzveranstaltung Loveparade in Berlin. Er war bis 2006 Miteigentümer der Loveparade Berlin GmbH, die den in mehreren Ländern geschützten Markennamen Loveparade vermarktete.

Karriere

Im Jahr 1985 war Roeingh, geboren in Berlin-Spandau und dort 22 Jahre lebend, erstmals als Diskjockey tätig. Zuvor war der gelernte Betonbauer in diversen Berliner Musikgruppen aktiv, darunter Die Toten Piloten (1981, 1984), Deutsch-Polnische Aggression (oder kurz D.P.A.) (1981) und Squealer (1982). Mit D.P.A. hat er auch an dem Buch Geniale Dilletanten mitgearbeitet. Bei Squealer nutzte er erstmals den Künstlernamen Motte. Als Diskjockey wandte er sich ab 1987 der House-Musik zu und legte z. in seinem eigenen Club Turbine Rosenheim und später in Clubs wie dem Ufo und dem Planet Musik auf. Mit Hilfe seiner damaligen Lebensgefährtin, der US-amerikanischen Multimediakünstlerin Danielle de Picciotto, rief er 1989 die Loveparade ins Leben. Als Demonstration für Friede, Freude, Eierkuchen angemeldet, nahmen an der ersten Veranstaltung am 1. Juli des Jahres auf dem Berliner Kurfürstendamm 150 Menschen teil. 1991 änderte er seinen Künstlernamen in Dr. Motte, gründete im Jahr darauf die Plattenfirma Space Teddy und begann nun deutschlandweit als Diskjockey zu arbeiten.

Politische Aktionen

Matthias Roeingh sieht sich als politischen Mensch. Seine politische Bewusstseinsbildung habe eingesetzt, als seine älteren Brüder ihn mit 12 Jahren zu einer Demonstration gegen den Vietnamkrieg mitnahmen. Die Loveparade war für Dr. Motte eine Veranstaltung mit einer politischen Botschaft. Die erste Parade fand als angemeldete politische Demonstration unter dem Motto „Friede, Freude, Eierkuchen“ statt. Dabei steht Frieden für Abrüstungen auf allen Ebenen, Freude für Tanz und Musik als Mittel der Verständigung und Eierkuchen für eine gerechte Nahrungsmittelverteilung auf der Welt. Oft stehen Freiheit und Bürgerrechte im Mittelpunkt seines politischen Engagements. Im Oktober 2008 unterzeichnete er den Aufruf für eine Demonstration unter dem Motto „Freiheit statt Angst, Stoppt den Überwachungswahn!“. Bei der Abschlusskundgebung hielt er vor 100.000 Teilnehmern eine Rede. Im Sommer 2009 unterzeichnete er den bundesweiten Aufruf „Unruhe stiften! Ein Aufruf für eine solidarische, multikulturelle Gesellschaft, für soziale Umverteilung und soziale Gerechtigkeit, für ein friedliches Deutschland und für die Förderung kultureller Vielfalt“. Motte unterstützte durch seine Teilnahme am Christopher Street Day in Berlin und Würzburg und auf dem Life Ball 2017 in Wien die LGBTI-Gemeinschaft der Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuelle/Transgender und Intersexuellen.

Privates

Matthias Roeinghs Ehefrau, Ellen Dosch-Roeingh, ist auch seine Managerin und Inhaberin der Agentur Logowerk. Sie ist Gründerin und Mitgesellschafterin der gemeinnützigen Organisation „rave the planet gGmbH“, die am 9. Juli 2022 erstmals die Rave The Planet Parade in Berlin unter dem Motto „Together Again“ organisierte.

Kontroverse Äußerungen und Handlungen

Motte erschien mehrfach wegen kontroverser Äußerungen in den Medien. So kommentierte er beispielsweise 1995 in einem Interview mit dem Tagesspiegel: „Dies ist mein Aufruf an alle Juden der Welt, sie sollen doch mal eine neue Platte auflegen. Und nicht immer nur rumheulen.“ Zwei Jahre darauf entschuldigte er sich in der Süddeutschen Zeitung für den Aufruf. Im Jahr 2009 forderte er in einer öffentlichen Rede auf der Fuckparade das „Ende der schwulen Politik“ des offen homosexuell lebenden Regierenden Berliner Bürgermeisters Klaus Wowereit. Motte wurde Schwulenfeindlichkeit vorgeworfen. Die Veranstalter distanzierten sich von der Rede Dr. Dieser entschuldigte sich später für seine Formulierung und gab an, lediglich eine neoliberale Politik kritisiert haben zu wollen. Die Formulierung „schwule Politik“ habe er in diesem Zusammenhang lediglich deshalb gewählt, da Berlins regierender Bürgermeister Wowereit seine sexuelle Orientierung selbst mit dem berühmten Satz „Ich bin schwul und das ist gut so“ politisierte und für den Wahlkampf einsetzte. 2011 hatte Dr. Motte nach Presseberichten sein Auto in der Nähe seiner Wohnung in der Berliner Kastanienallee im Halteverbot geparkt und wurde darauf von Mitarbeiterinnen des Ordnungsamtes zur Rede gestellt. Im Zuge eines eskalierenden Konflikts, bei dem eine Funkwagenbesatzung hinzukam, soll Dr. Motte die Ordnungshüter als „Blockwarte“ beschimpft und „Sind wir denn schon wieder bei Heil Hitler?“ gerufen haben.

Alben

Singles und EPs

Awards

Filme

Bibliografie

Diskografie

Discogswww.discogs.com/artist/20195
MusicBrainzmusicbrainz.org/artist/752ec3df-44e0-46c8-a9c8-1a9e5ac356f9

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